Maineck wurde zuerst unter dem Namen Neuenkirchen in den Urkunden erwähnt. Mälzerei und Kirche überragen die Ortschaft. Einige Bauteile stammen aus dem Jahre 1250. Um das Jahr 1300 stand in Maineck die Burg der Förtsche von Thurnau. Bichoff Johann von Bamberg brachte das Schloss einige Jahre später in den Besitz der Hochstifts Bamberg. 1332 erscheint in den Urkunden die „Veste“ Maineck.

Die Burg Maineck, auf einem Felsensporn über dem Main, der ihr den Namen gab, gelegen und durch einen tiefen Graben vom Dorf getrennt, gehörte ursprünglich den Förtschen von Thurnau, gelangte aber am Ende des 13. Jahrhunderts in den Besitz des Bischofs von Bamberg bzw. des Bamberger Domkapitels, das wohl aus Sicherheitsgründen seinen Amtssitz von Mainroth hierher verlegte. Der Name der Burg ging auf das Dorf über. 1323 werden beide Namen zum ersten Mal schriftlich genannt

Die kleine Burg erlebte eine wechselvolle Geschichte mit Zerstörung, Verfall und Wiederaufbau. Der jetzige schlossartige Bau, der im Ortsbild beherrschend ist, wurde 1792/93 als Amtshaus errichtet. Nach der Säkularisation diente er noch 150 Jahre lang als Sitz des Forstamtes. Heute ist er in Privatbesitz.

Ebenso ist bekannt, dass im Jahre 1332 ein Alberto von Förtsch zu Thurnau dem Kloster Langheim ein Gut zu Maineck verkaufte. Im Markgräflichen Krieg (1552 – 1554) und Ende des 30-jährigen Krieges (1618-1648) entstanden in Maineck viele Schäden und es gab großes Leid durch Plünderungen und Brandschatzungen. Schon frühzeitig waren die Mainecker Sägemühlen bekannt. Von 1365 bis 1478 wurden viele Ladungen von Dielen aus Fichtenholz mainabwärts bis nach Ebensfeld (Landkreis Lichtenfels) geflößt. 1553 wurde das verbrannte Schlösschen neu gebaut. Noch heute gibt es in Maineck den Schlossberg. Im Schlösschen war lange Zeit das Forstamt untergebracht.

Bekannt ist auch das Schicksal der Mainecker Stege, die immer wieder dem Hochwasser des Mains zum Opfer fielen. Erst in den letzten Jahren wurde diese Gefahr gebannt durch die Höherlegung der neuen Zufahrtsstraßen aus Richtung Mainklein.

Auf der letzten Brücke am Ortseingang bei der ehemaligen Malzfabrik Hilpert finden wir noch das Standbild der Brückenheiligen Johannes von Nepomuk, das aus dem Jahre 1745 stammt.

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